Mensch und Natur

Der Mensch ist ein Teil der Natur. Auch wenn er in beheizten Räumen mit elektrischem Licht wohnt, fernsieht, Auto fährt, ist er von den Pflanzen und Tieren abhängig, die seine Nahrung bilden. Auch wenn die menschliche Nahrung aus Fabriken kommt, bleibt der Mensch abhängig von dem Leben der Natur, die sich in vielen Millionen Jahren entwickelt hat. In diesen unvorstellbar langen Zeiträumen war eine besondere Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren entstanden, die auch heute noch für den Menschen wichtig ist: Die Blütenpflanzen lassen sich von Insekten bestäuben. Ohne diese Bestäubung bilden die Blütenpflanzen keine Früchte, ohne sie würden sie aussterben. Auch die Kulturpflanzen Erdbeeren, Himbeeren, Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Gurken, Kürbisse usw. sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Andererseits sind auch die Insekten von den Blütenpflanzen abhängig. Zur Bestäubung von vielen Blüten auf einmal sind die Bienen wie geschaffen. Sie sagen sich durch die Bienensprache Bescheid, wo viele Blüten sind, und können mit ihrer hohen Zahl an fleißigen Arbeitsbienen schnell viele Blüten besuchen. Und die Menschen sind Honigräuber. Sie haben es den Bären nachgemacht. Mit der Zeit hat der Mensch die Honigräuberei verfeinert. Er wurde Imker. Noch etwas: Die Natur ist kein reines Honigschlecken. Schon gar nicht für die Bienen. Zur Natur gehören für sie auch Parasiten und Krankheiten, Milben und Faulbrut.