Borbecker Honig

Fritz Motzigkeit und Bernhard Richter vom Borbecker Imkerverein errangen bei der Honig-prüfung des Imkerverbandes Rheinland die Silbermedaille. Jeder durfte insgesamt vier Gläser Honig aus eigener Produktion durch eine unabängige Kommission anmelden. Das Prüfungsergebnis ist ein paar Seiten lang und ein Fall für den Lebensmittelchemiker. Schließlich werden nicht nur Aussehen und Geschmack geprüft, die Aufmachung und die Konsistenz der goldgeleben Leckerei, sondern auch die Inhaltsstoffe und zwar diejenigen, die im Honig sein müssen, und die, die auf keinen Fall enthalten sein dürfen. „Naturbelassen“ muss der Honig sein und schadstofffrei. Die chemischen Analysen sind auf das Mikrogramm genau und auch die Pollenanalyse. Verblüffend: Bernhard Richters Honigbienen haben auf insgesamt 39 verschiedenen Plfanzenarten Nektar gesammelt. Im dem Prüfungsbericht ist jeder Pflanzenname verzeichnet, jede Pflanzenfamilie aufgeführt. „Darüber waren wir auch erstaunt“, sagen die beiden Borbecker Imker. Einige Honigsorten aus Bayern zum Beispiel kämen bei der Vielzahl der Pflanzen nicht mit. „Das liegt am Artenreichtum vieler Gärten“ sagen die beiden und sie wissen außerdem, dass ihre Bienenvölker vor allem bei den Kleingärtnern sehr beliebt sind. Schließlich ist die Honigproduktion nicht die einzige Leistung der Insekten. Bienenfleißig bestäuben sie im Frühjahr die blühenden Obstbäume und Sträucher. Ohne sie müsste so manche Gärtner auf eine Menge Kirschen, Pflaumen und Co verzichten. (Borbecker Nachrichten vom 9. September 2004)