Siegel aus Wachs

Wichtige Schriftstücke mussten besiegelt, das heißt, durch Siegel beglaubigt werden. Schriftstücke, die nicht jeder lesen sollte, wurden versiegelt. In einem geschichtlichen Fachbuch heißt es dazu: „Der im Mittelalter gebräuchliche Siegelstoff ist farbloses oder gefärbtes Bie-nenwachs, häufig mit Zutaten versehen, die es entweder in der Konsistenz fester oder auch geschmeidiger machen sollten (verschiedene Harze und Öle), teils auch den kostspieligen Stoff ‚verlängern‘ sollten (Kreide, Gips, Talg).“ Auch im Stift Essen sind Urkunden entstanden, die mit Siegeln versehen wurden. Es haben sich aus dem Mittelalter schöne Siegel an Urkunden erhalten, die zum Beispiel von Essener Äbtissinnen verwendet wurden. Zum Teil zeigen sie bildliche Darstellungen dieser Personen. Man kann jedoch nicht erwarten, dass sie besonders realistisch waren. In einem älteren Aufsatz über Essener Äbtissinnen wurden vier Abbildungen von Abtissinnen auf Wachssiegeln zur Illustration verwendet. Eine füge ich diesem vorliegenden Text bei. Vielleicht stammte das Wachs des einen oder anderen Essener Siegels von Borbecker Bienen.