Vereinsgründungen seit 1849

Eine Voraussetzung für die Entstehung von Imkervereinen war eine politische: Es musste das Recht bestehen, einen Verein gründen zu dürfen. Das war 1849 der Fall. Umgehend begannen die Imker, sich in Vereinen zu organisieren. Auch überregional. So gründete man 1849 einen „Westphälisch Rheinischen Verein für Bienenzucht und Seidenbau“. 1854 wurde in Heidhausen ein Imkerverein gegründet. Auch in Borbeck tat sich etwas. 1866 traten Borbecker Imker zusammen, um einen Imkerverein zu gründen. Der Borbecker Gemeinderat lehnte zwar die Gründung ab, aber festzustellen bleibt: Schon damals regten sich die Borbecker Imker. Nach einer Viehzählung vom 10. Januar 1883 gab es im Kreis Essen wie folgt Bienenstöcke: Altendorf 28, Altenessen 12, Borbeck 22, Kettwig 4, Kettwig-Land 119, Rellinghausen 16, Steele keinen, Steele-Land 10, Stoppenberg 270, Werden 1, Werden –Land 90. Deutlich ist, dass es in den ländlichen Bereichen des Kreises Essen mehr Bienstöcke gab als in den Siedlungschwerpunkten. Man konnte aber Bienen halten, ohne in einem Imkerverein zu sein. Für 1899 wurden im Kreis Essen nur Essen und Werden als Orte mit Imkervereinen angegeben. Bekanntlich folgte dann schon 1901 der Borbecker Imkerverein.